14.10.2019 | Der deutsche Markt für Telekommunikation

 

Das Festnetz wurde vom Mobilfunk überholt, das verdeutlicht die neue Studie zum Telekommunikationsmarkt in Deutschland. 

58,4 Milliarden Euro wird die Telekommunikations-Branche in Deutschland 2019 umsetzen. Das geht aus der aktuellen Studie zum Telekommunikationsmarkt von VATM und Dialog Consult hervor. Davon entfallen mehr als die Hälfte auf den Bereich Festnetz.

Ein Bereich in dem immer noch die Telekom Deutschland mit 13,7 Milliarden Euro Umsatz Marktführer ist.

 

Im Bereich Festnetz-Breitband zählt die Studie hierzulande mittlerweile fast 35 Millionen Kunden – davon 13,6 Millionen bei der Telekom Deutschland. Und die nutzen das Netz immer intensiver: Im laufenden Jahr wird das Datenvolumen im Festnetz-Breitband-Internetverkehr um fast 30 Prozent auf 57 Milliarden Gigabyte steigen.

 

Autor: M. Brandt, https://www.heise.de/tr/artikel/Statistik-der-Woche-Der-deutsche-Markt-fuer-Telekommunikation-4555355.html

 

Unsere Infografik bereitet weitere Ergebnisse auf. Siehe Das deutsche Festnetz auf einen Blick:

 

01.08.2019 | Vodafone startet mit Unitymedia den Angriff auf die Telekom

 

Der Vodafone-Konzern schließt die 18,4 Milliarden Euro schwere Übernahme ab. Für die Deutsche Telekom birgt das eine große Gefahr. Düsseldorf:: Als Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter in Köln auf die Bühne tritt, ist die Stimmung angespannt. Vor ihm haben sich die Mitarbeiter von Unitymedia in der Firmenzentrale versammelt. Sie sind Angestellte eines Unternehmens, das Vodafone zusammen mit den Kabelnetzen der Unitymedia-Muttergesellschaft Liberty Global in Tschechien, Ungarn und Rumänien für 18,4 Milliarden Euro übernommen hat. Die Marke Unitymedia wird verschwinden, die Zukunft für die Mitarbeiter ist ungewiss. Doch Ametsreiter gibt sich zuversichtlich. „Willkommen im GigaTeam“, heißt es auf der Folie, die Ametsreiter auf die Leinwand projizieren lässt. Der Kauf von Unitymedia sei gut für Deutschland. Erstmals könne Vodafone eine eigene Infrastruktur in der ganzen Republik anbieten. Jetzt stehe dem Plan, die Deutsche Telekom offen herauszufordern, nichts mehr im Wege, betont Ametsreiter, wie Teilnehmer dem Handelsblatt berichten.

Im Interview mit dem Podcast „Handelsblatt Disrupt“ legt Ametsreiter nach: „Wir haben ein deutlich besseres Netz.“ Die Kabelinfrastruktur von Vodafone sei dem Angebot der Telekom klar überlegen. Nach Handelsblatt-Informationen plant Vodafone für den 1.September eine Marketingoffensive, mit der die Firma vor allem Telekom-Kunden zum Wechseln bewegen will.

 

Der Markt

Der deutsche Breitbandmarkt steht vor einen grundlegenden Wandel. Die EU hat den Weg für die Fusion von Vodafone mit Unitymedia frei gemacht, und das mit geringen Auflagen. Vodafone muss zwar dem Wettbewerber Telefónica Zugang zu seinem Kabelnetz eröffnen – allerdings nur mit einem gebremsten Zugang.

Während Vodafone seinen Kunden bis zu ein Gigabit pro Sekunde bieten will, bekommt Telefónica maximal 0,3 Gigabit pro Sekunde. Vodafone hat dadurch nahezu ein Monopol auf die wirklich schnellen Internetzugänge im Kabelnetz. Das ist vor allem für die Deutsche Telekom eine Gefahr. Sie ist bislang der dominante Spieler auf dem deutschen Breitbandmarkt. Diese Stellung wackelt jedoch.

Bis zum Jahr 2022 will Vodafone Breitbandanschlüsse mit einem Gigabit pro Sekunde für 25 Millionen Haushalte anbieten. Damit würde Vodafone rund zwei Drittel der deutschen Bevölkerung erreichen. Außerdem schreiben die Regeln der Bundesnetzagentur der Telekom vor, dass sie ihr Netz auch für Wettbewerber öffnen muss.

So kann Vodafone an den Orten, an denen das Unternehmen keine eigene Infrastruktur hat, auf einen regulierten Zugang zum Netz der Telekom zugreifen. Ein Vodafone-Sprecher sagt klar: „Wir erreichen zwei Drittel der Haushalte, den Rest füllen wir über das Netz der Deutschen Telekom auf – und erreichen damit nahezu 100 Prozent Abdeckung.“

 

Die Technologie

Die Dominanz von Vodafone im Kabelmarkt hat eine besondere Bedeutung. Das hängt mit der Technologie zusammen. Langfristig setzen zwar alle Anbieter auf Glasfaser als einzig zukunftssichere Internet-Technologie. Aber bis ein Netz auf Basis von Glasfaser flächendeckend in Deutschland ausgerollt ist, könnten noch Jahrzehnte vergehen.

Bis dahin hat Vodafone einen großen Vorteil: Das Kabelnetz ist deutlich schneller als das DSL der Telekom. Schon heute bietet Vodafone auf Basis von TV-Kabeln Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde an. Das ist deutlich mehr, als die Telekom ihren Kunden bieten kann.

Seit dem Jahr 1999 hat die Telekom in Deutschland DSL auf Basis der Telefonleitung ausgerollt. In der besten Ausbaustufe, dem sogenannten Supervectoring, kommt die Telekom auf Geschwindigkeiten von bis zu 0,25 Gigabit pro Sekunde. Gerade in ländlichen Regionen kann die Leistung jedoch teilweise auch deutlich darunterliegen.

Ein Grund für die unterschiedliche Geschwindigkeit liegt in der Physik. Eine Telefonleitung ist ein dünner Draht aus Kupfer – etwa so dick wie ein Faden. Das TV-Kabel basiert zwar auch auf Kupfer, ist aber deutlich dicker – etwa wie ein kleiner Finger. Dadurch kann man Daten mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit übertragen.

Der Telekom ist es zwar gelungen, die Leistung von DSL dank Vectoring schrittweise auf bis zu 0,25 Gigabit zu steigern. Doch bislang ist nicht absehbar, dass ein weiterer technologischer Sprung die Kapazität der Telefonleitungen weiter steigern könnte.

Beim TV-Kabel sieht es anders aus. Derzeit rollt Vodafone bereits Anschlüsse mit einem Gigabit pro Sekunde aus. Doch Telekommunikationsfirmen testen schon Erweiterungsstufen für das Kabelnetz, mit denen sich die Geschwindigkeiten weiter steigern lassen könnten.

Die Ironie der Geschichte: Einst gehörte dem ehemaligen Staatskonzern Telekom sowohl das Telefon- als auch das TV-Netz. Die Regulierer schrieben dem einstigen Monopolisten vor, sich von einem Netz zu trennen. Die Telekom entschied sich für den Verkauf des TV-Kabels. Heute bereuen einige Manager in Bonn die Entscheidung und sagen, sie hätten damals wohl besser das Telefonnetz abgestoßen.

 

Die Netzengpässe

Vodafone-Deutschlandchef Ametsreiter kann vor diesem Hintergrund selbstbewusst die Leistung des Kabelnetzes gegenüber DSL anpreisen. Allerdings birgt die Kabeltechnologie ein Problem: Je mehr Kunden die Infrastruktur nutzen, desto langsamer wird der Anschluss. Shared Medium ist der Fachbegriff dafür. Mehrere Nutzer teilen sich also eine Leitung. Immer wieder beklagen sich Kunden im Kabelnetz, dass abends, wenn etwa auch die Nachbarn den „Tatort“ im Internetstream anschauen, die Verbindung stocken kann.

Doch für das Problem gibt es eine Lösung: Vodafone kann sein Netz in kleinere Segmente aufteilen. Im Kern der Infrastruktur nutzt ohnehin jeder Netzbetreiber Glasfaser. Dort besteht das Problem der geteilten Leitungen nicht. Je weiter Vodafone sein Glasfasernetz nun an die Haushalte der Kunden heranführt, desto geringer werden die Probleme bei einer gleichzeitigen Nutzung des Netzes.

Diese Herausforderung scheint allerdings ein größeres Problem für Vodafone zu sein. Jedes Jahr veröffentlicht das Magazin „Connect“ einen Festnetztest. Die Überprüfung gilt als eine Benchmark für die Branche. In diesem Jahr schloss Vodafone jedoch als schlechtester Anbieter im Test ab. In vielen Fällen sei die Leistung der Anschlüsse deutlich schlechter, als es den Kunden versprochen wurde, monierten die Tester.

Damit kritisierten sie genau das Problem der geteilten Infrastruktur im Kabelnetz. Einem Nutzer bringt es wenig, wenn sein Anschluss zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens ein Gigabit pro Sekunde schafft, jedoch ausgerechnet schlappmacht, wenn im Haushalt zur Abendzeit Fernsehen per Internet geschaut werden soll.

Besonders bitter für Vodafone ist, dass der Konzern bereits das zweite Jahr in Folge als Schlusslicht beim „Connect“-Test abgeschnitten hat. Beim letzten Mal hatte Vodafone-Deutschlandchef Ametsreiter dazu im Interview mit dem Handelsblatt gesagt: „Zu der Zeit des Tests wurde ein Update unserer Modems durchgeführt.“

Er fügte an: „Das müssen wir das nächste Mal besser machen.“ Immerhin bot der Test auch einen positiven Aspekt für Vodafone: Der übernommene Kabelnetzbetreiber Unitymedia schloss als bester Anbieter ab. Vodafone ist das Problem bekannt. Deshalb hat die Firma ein üppiges Investitionsprogramm angekündigt. Innerhalb der nächsten Jahre will der Netzbetreiber rund zwölf Milliarden Euro in die Aufrüstung des Kabelnetzes in Deutschland investieren.

 

Quelle: Handelsblatt > Stephan Scheuer

https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/telekommunikation-vodafone-startet-mit-unitymedia-den-angriff-auf-die-telekom/24856306.html?ticket=ST-88594-PY0evMnXvqMwoNfaLfgR-ap1

 

 

05.06.2019 | Deutsche Glasfaser: Keine "Kupfergeschwindigkeiten auf Glasfaser anbieten"

 

Gigabit-Zugänge sollen für den Kunden auch "erlebbar" sein. Marktführer Deutsche Glasfaser fordert, hohe Datenraten auch eindeutig für den Kunden anzubieten. Die hohe Datenübertagungsrate bei Glasfaser und HFC (Hybrid Fiber Coax) soll für den Kunden auch "erlebbar" sein. Das sagte Deutsche-Glasfaser-Chef Uwe Nickl am 5. Juni 2019 auf der Branchenmesse Anga Com in Köln: "Es ergibt keinen Sinn, Kupfergeschwindigkeiten auf Glasfaser anzubieten." Für gigabitfähige Netze müssten Produkte geschaffen werden. Doch nur ein Teil der vorhandenen Gigabit-Anschlüsse wird von den Kunden auch genutzt. Um die Take-up-Rate zu verbessern seien Anschluss- oder Endkunden-Voucher sinnvoll, erklärte Nickl. Die Deutsche Glasfaser hatte im Mai den 500.000sten Glasfaseranschluss (Homes Passed) gebaut. Damit erreichte der Netzbetreiber knapp 300.000 Vertragskunden und den Spitzenplatz unter den FTTH-Anbietern in Deutschland.

 

Mit Nano Trenching seien beim Verlegen 500 Meter am Tag zu erreichen. Mit herkömmlichen Techniken seien es weit weniger.

 

05.06.2019 | Vodafone zufrieden mit Zuspruch bei Gigabit

 

Christoph Clément, Mitglied der Geschäftsleitung bei Vodafone Deutschland und im Präsidium des VATM (Verband für Telekommunikation und Mehrwertdienste), sagte, dass bereits 9,2 Millionen Kabelnetzzugänge auf 1 GBit/s aufgerüstet wurden. "Dagegen rüstet die Telekom im Schneckentempo auf. Wenn uns die Übernahme von Unitymedia erlaubt wird, kommt die Telekom unter Druck, schneller Glasfaser auszubauen. Das tut dem Standort Deutschland gut." Auch das Hochrüsten auf 10G "wird auf Sicht kommen". Mit der Take-up-Rate bei Gigabit-Zugängen sei Vodafone sehr zufrieden. Das Koaxialkabelnetz sei auch im ländlichen Raum zu einem Drittel vertreten. Angaben dazu, für wie viele Neukunden Vodafone sein Kabelnetz ausgebaut habe, machte Clément auf Nachfrage jedoch nicht. Auch dazu, wie viele Bestandkunden auf Gigabit wechseln würden, hatte Clément keine Angaben.

 

Autor: Achim Sawall, Artikel: Deutsche Glasfaser: Keine "Kupfergeschwindigkeiten auf Glasfaser anbieten" Themen: Anga Com, Vodafone, Deutsche Glasfaser, Glasfaser, Kabelnetz, Telekommunikation, VATM, Internet

 

Das Vodafone Netz. Die aktuelle Netzübersicht Mobile für Q1 2019 ist da!

 

Die Netzübersicht Mobile bietet Ihnen eine konsolidierte Sicht auf die wesentlichen Kennzahlen der jeweiligen Bundesländer für unser Mobilfunknetz.

ePaper
Das Vodafone Netz. Wesentlichen Kennzahlen je Bundesland für das VF Mobilfunknetz. Status 30.04.2019

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Seit Mitte 2018  | Vertriebspartner von Epsilon Telecom

 

thor designworks ist Vertriebspartner der Epsilon Telecom. GmbH und Teil des erfolgreichsten Netzwerks der unabhängigen Vermarktung und Vermittlung von Kommunikationslösungen & Services für Geschäftskunden. Mit thor consult beraten wir den deutschen Mittelstand, speziell im Metropolenraum NRW zu Themen der Kommunikation und der Digitalisierung.

 

04.05.2018 | Bundesnetzagentur veröffentlicht Messwerkzeug für Verbraucher

 

Internetanbieter versprechen in ihren Verträgen immer wieder Geschwindigkeiten, die sie dann nicht einhalten. Mit einem Werkzeug der Bundesnetzagentur können Verbraucher ihren Anbietern Vertragsbruch nachweisen. 

 

Siehe www.breitbandmessung.de

 

ePaper
Bundesnetzagentur - Neues Messwerkzeug für Verbraucher: www.breitbandmessung.de

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29.04.2018 | Großangriff auf die Deutsche Telekom

 

Vodafone will durch eine Übernahme von Unitymedia ein bundesweites Kabelnetz für schnelles Internet und Fernsehen aufbauen. Verbraucher könnten davon profitieren, doch die Konkurrenz läuft Sturm.

Es ist ein Frontalangriff auf den Heimatmarkt der Deutschen Telekom:

Der britische Vodafone-Konzern steht in weit fortgeschrittenen Verhandlungen zur Übernahme des Kölner Kabelnetzbetreibers Unitymedia. Wenn die Fusion gelingt, bekäme es die Telekom zum ersten Mal mit einem mächtigen, in ganz Deutschland tätigen Herausforderer auf dem Markt für Hochgeschwindigkeits-Internet zu tun. Ein Abschluss sei zwar nicht sicher, aber inzwischen sehr wahrscheinlich, heißt es im Umfeld der Verhandlungen.

 

Siehe Quelle: 

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/vodafone-plant-uebernahme-von-unitymedia-15566298.html?GEPC=s81